Edelbordelle in Berlin

exclusive Sexadressen in der deutschen Hauptstadt

Archiv für den Monat April 2011

In dem eleganten Etablissement wird jeder Gast mit Stil empfangen. Unter der neuen Geschäftsführung stehen Sauberkeit und Diskretion an erster Stelle.

Alle Zimmer sind stilvoll eingerichtet und bieten einen ausgefallenen Rahmen für erotische Spiele. Egal welche Wünsche oder Neigung man hat, nach Absprache mit der ausgewählten Dame ist vieles möglich.

Jedes Zimmer ist selbstverständlich mit einer eigenen Waschmöglichkeit, Handtüchern und Bettlaken ausgestattet. Für Duschspiele  steht  ein großes Badezimmer zur Verfügung.

Kostenlose Softdrinks und Kaffee sorgen für eine Abkühlung.

Wer eine Affaire hat oder einen Seitensprung plant, aber nicht in ein billiges Hotel möchte, kann die Vielfalt exklusiv ausgestatteter Räume nutzen. Im l’affaire kann man auch Zimmer ohne die dort arbeitenden Damen buchen.

l’affaire, 13509 Berlin, Innungsstr. 56



Strippen und Schreiben

Autor: Caroline
25. April 2011

Sie würde ihrer Tochter nicht verbieten, strippen zu gehen

Jana Förster startete 16jährig als Gogo-Tänzerin, mit 18 begann sie zu Strippen. Heute steht ihr Mann hinter ihr und sie würde ihrer jetzt noch vierjährigen Tochter später das Strippen nicht verbieten. Jana Förster schreibt heute aber lieber Bücher.

Knapper Bikini mit glitzernden Dollarzeichen, ein pailettengeschmücktes Höschen. Leopardenstulpen. Eine schwarz-rote Ledercorsage und eine Leder-Peitsche. Jana Försters Sporttasche ist voll gepackt, sie öffnet den Reißverschluss und zieht nach und nach den Inhalt heraus. “Damit konnte ich die Männer immer ganz gut im Zaum halten”, sagt sie lachend zur Morgenpostreporterin.

“Einen guten Hüftschwung verlernt man nie”, sagt die frühere Stripperin, die immer auch ein Handtuch im Gepäck hatte. Heute ist eben dieser ihrem Mann Marco (31) vorbehalten.

Auch die Nächte verbringt sie nun lieber statt in Clubs und Discotheken im Reihenhaus im brandenburgischen Fredersdorf verbringt. Ehemann Marco und Tochter Layana (4) sind ihre liebste Gesellschaft.

Wahrscheinlich wird Layana sehr bald schon Fragen nach dem früheren Job der Mutter fragen, wahrscheinlich sobald sie lesen kann. Denn gerade erschien Jana Försters erstes Buch. Der Titel: “Ausgezogen. Geschichten aus dem frivolen Leben einer Stripperin.”

Layana findet besonders die High-Heels-Stulpen im Leopardenlook im Kramladen der Mama spannend, sie betastet den flauschigen Schuh: “Ich hab’ auch tolle Kostüme”, sagt sie und öffnet ihren Kleiderschrank, “an Fasching war ich nämlich Flamingo.”
Jana Förster lacht und wirkt, als sei sie in ihrem Optimismus durch nichts zu erschüttern. “Ich wusste schon immer, was ich will, und war überzeugt von dem, was ich mache”, sagt sie. “Und vielleicht”, ergänzt sie, “vielleicht war ich auch ein bisschen naiv.”

Heute überlegt sie, ob sie nicht gleich zu Anfang Risiken einging. Mit 16 begann die im Prenzlauer Berg aufgewachsene Berlinerin, als Gogo-Tänzerin in Berliner Discos den Besuchern einzuheizen. Mit 18 stieg sie auf Striptease um.
“Oft tanzte ich bis vier Uhr morgens, ging nur kurz zum Umziehen und Abschminken nach Hause und dann in die Schule”, erzählt Jana Förster. Angst um ihren Ruf, um ihre Schulnoten habe sie nicht gekannt – obwohl sie durchaus versucht habe, ihren Job geheim zu halten. “Ich hab’ nicht gemerkt, wie hinter meinem Rücken geredet wurde”, sagt sie der Morgenpostreporterin.

Es wäre ihr auch egal gewesen. Tanzen sei ihre Leidenschaft.” Außerdem sei das Tanzen lukrativ gewesen. Honorare von je 200 bis 300 Euro. Drei bis vier Nächte pro Woche. “Party machen und dafür bezahlt werden – welches Mädchen hat das schon?”, sagt sie lachend.

Layana turnt über die Kissen, wo in der Ecke nebenan das Buch entstand – Mama hat gearbeitet mit Laptop auf den Knien und auf Töchterchen Layana aufgepasst.

Jana Förster nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es schmierige Arbeitgeber und untreue Ehemänner geht. Sie erzählt ohne Umschweife von falschen Freundinnen und wahren Freunden. Sie gewährt Einblicke in Separées, Swingerclubs und Privatpartys, lässt die Leser teilhaben an heimlichen Gedanken, erotischen Begegnungen und aufregenden wie peinlichen Momenten – etwa dem, als sich das Geburtstagskind auf einer Strip-Party als der Klassenlehrer entpuppt.

Fotos im Haus zeigen Jana und Marco beim Feiern, auf der Hochzeitsreise, am Wickeltisch mit Layana. Jana Förster hat ein Goethe-Zitat als Motto gewählt: “Leider lässt sich wahrhafte Dankbarkeit in Worten nicht ausdrücken.”

Und sie ist ihrem Mann dankbar dafür, dass er sie so nimmt, wie sie ist – und für das gesicherte, geordnete Leben, das sie gemeinsam führen können. “Als Stripperin ist es sehr schwierig, einen Mann kennen zu lernen”, sagt sie. “Entweder wollen die Männer nur das eine – oder dass man sofort mit dem Strippen aufhört.” Beides sei für sie nicht infrage gekommen. Als sie Marco vor sechs Jahren getroffen habe, habe ihr Spaß am Tanzen ganz von allein nachgelassen, erzählt sie: “Ich wollte lieber meine Zeit mit ihm verbringen als nackt durch die Clubs zu tanzen.”

Janas Ausbildung als Vermögensberaterin habe Marco in ihr Leben gebracht. Marco Förster war Seminarleiter. “Am ersten Tag trug ich ein enges T-Shirt mit der Aufschrift ‘Die Milch macht’s’ über meinen Brüsten und darüber eine zottelige Felljacke”, erinnert sich Jana kichernd.
“Er blökte mich an: ‘Schafe kommen hier nicht rein.’” Genau dieses scharfe Kontern beeindruckte die Blondine, die es gewohnt war, selbst Männern gegenüber den Ton anzugeben – und die das Gefühl hatte, dass sie nichts mehr überraschen kann.

Sie heirateten 2005 und arbeiteten bis vor kurzem auch gemeinsam in dem Finanzberatungsbüro, das Marco leitet.

Sie genieße es, dass ihr Mann ehrgeizig ist und gern die Dinge in die Hand nähme. Sie selbst bemüht sich um den emotionalen Ausgleich in der Beziehung. Ihre Kontakte in die Erotik-Szene seien weitgehend eingeschlafen. Nur mit einer anderen Stripperin telefoniert oder mailt sie sich noch ab und zu.

Ihrer Tochter wird sie zu gegebenem Zeitpunkt von ihrem früheren Job erzählen: “Ich bin sehr selbstbewusst und erziehe auch meine Tochter so”, sagt sie. “Sie wird dumme Sprüche kontern können, so wie ich es tue. Schließlich habe ich nichts zu verbergen.”

Mit den eigenen Eltern war es weit weniger entspannt. “Meine Mutter hat zwei Wochen lang nicht mit mir geredet – dabei wusste sie doch von meiner Arbeit und war sogar stolz darauf. Genauso wie mein Vater.” Die beiden seien früher einige Male bei ihren Auftritten dabei gewesen. Doch hätten sie wohl gedacht, vermutet Jana Förster, dass ihre Tochter “kein Sexleben hat”.

Sollte Layana später den Wunsch haben zu strippen, werde sie dies nicht verbieten. “Das wäre nicht clever”, sagt Jana Förster augenzwinkernd. Dann wird sie wieder ernst. Sie werde mit Layana ausführlich über die Vor- und Nachteile des Jobs reden. Und Regeln vereinbaren – “sehr strenge Regeln”.

Das nächste Buch der Jana Förster ist schon in Arbeit und es wird von anderen Menschen und deren erotischen Begegnungen handeln.