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Archiv für die Kategorie ‘Informationen für Berlinbesucher’

Strippen und Schreiben

Autor: Caroline
25. April 2011

Sie würde ihrer Tochter nicht verbieten, strippen zu gehen

Jana Förster startete 16jährig als Gogo-Tänzerin, mit 18 begann sie zu Strippen. Heute steht ihr Mann hinter ihr und sie würde ihrer jetzt noch vierjährigen Tochter später das Strippen nicht verbieten. Jana Förster schreibt heute aber lieber Bücher.

Knapper Bikini mit glitzernden Dollarzeichen, ein pailettengeschmücktes Höschen. Leopardenstulpen. Eine schwarz-rote Ledercorsage und eine Leder-Peitsche. Jana Försters Sporttasche ist voll gepackt, sie öffnet den Reißverschluss und zieht nach und nach den Inhalt heraus. “Damit konnte ich die Männer immer ganz gut im Zaum halten”, sagt sie lachend zur Morgenpostreporterin.

“Einen guten Hüftschwung verlernt man nie”, sagt die frühere Stripperin, die immer auch ein Handtuch im Gepäck hatte. Heute ist eben dieser ihrem Mann Marco (31) vorbehalten.

Auch die Nächte verbringt sie nun lieber statt in Clubs und Discotheken im Reihenhaus im brandenburgischen Fredersdorf verbringt. Ehemann Marco und Tochter Layana (4) sind ihre liebste Gesellschaft.

Wahrscheinlich wird Layana sehr bald schon Fragen nach dem früheren Job der Mutter fragen, wahrscheinlich sobald sie lesen kann. Denn gerade erschien Jana Försters erstes Buch. Der Titel: “Ausgezogen. Geschichten aus dem frivolen Leben einer Stripperin.”

Layana findet besonders die High-Heels-Stulpen im Leopardenlook im Kramladen der Mama spannend, sie betastet den flauschigen Schuh: “Ich hab’ auch tolle Kostüme”, sagt sie und öffnet ihren Kleiderschrank, “an Fasching war ich nämlich Flamingo.”
Jana Förster lacht und wirkt, als sei sie in ihrem Optimismus durch nichts zu erschüttern. “Ich wusste schon immer, was ich will, und war überzeugt von dem, was ich mache”, sagt sie. “Und vielleicht”, ergänzt sie, “vielleicht war ich auch ein bisschen naiv.”

Heute überlegt sie, ob sie nicht gleich zu Anfang Risiken einging. Mit 16 begann die im Prenzlauer Berg aufgewachsene Berlinerin, als Gogo-Tänzerin in Berliner Discos den Besuchern einzuheizen. Mit 18 stieg sie auf Striptease um.
“Oft tanzte ich bis vier Uhr morgens, ging nur kurz zum Umziehen und Abschminken nach Hause und dann in die Schule”, erzählt Jana Förster. Angst um ihren Ruf, um ihre Schulnoten habe sie nicht gekannt – obwohl sie durchaus versucht habe, ihren Job geheim zu halten. “Ich hab’ nicht gemerkt, wie hinter meinem Rücken geredet wurde”, sagt sie der Morgenpostreporterin.

Es wäre ihr auch egal gewesen. Tanzen sei ihre Leidenschaft.” Außerdem sei das Tanzen lukrativ gewesen. Honorare von je 200 bis 300 Euro. Drei bis vier Nächte pro Woche. “Party machen und dafür bezahlt werden – welches Mädchen hat das schon?”, sagt sie lachend.

Layana turnt über die Kissen, wo in der Ecke nebenan das Buch entstand – Mama hat gearbeitet mit Laptop auf den Knien und auf Töchterchen Layana aufgepasst.

Jana Förster nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es schmierige Arbeitgeber und untreue Ehemänner geht. Sie erzählt ohne Umschweife von falschen Freundinnen und wahren Freunden. Sie gewährt Einblicke in Separées, Swingerclubs und Privatpartys, lässt die Leser teilhaben an heimlichen Gedanken, erotischen Begegnungen und aufregenden wie peinlichen Momenten – etwa dem, als sich das Geburtstagskind auf einer Strip-Party als der Klassenlehrer entpuppt.

Fotos im Haus zeigen Jana und Marco beim Feiern, auf der Hochzeitsreise, am Wickeltisch mit Layana. Jana Förster hat ein Goethe-Zitat als Motto gewählt: “Leider lässt sich wahrhafte Dankbarkeit in Worten nicht ausdrücken.”

Und sie ist ihrem Mann dankbar dafür, dass er sie so nimmt, wie sie ist – und für das gesicherte, geordnete Leben, das sie gemeinsam führen können. “Als Stripperin ist es sehr schwierig, einen Mann kennen zu lernen”, sagt sie. “Entweder wollen die Männer nur das eine – oder dass man sofort mit dem Strippen aufhört.” Beides sei für sie nicht infrage gekommen. Als sie Marco vor sechs Jahren getroffen habe, habe ihr Spaß am Tanzen ganz von allein nachgelassen, erzählt sie: “Ich wollte lieber meine Zeit mit ihm verbringen als nackt durch die Clubs zu tanzen.”

Janas Ausbildung als Vermögensberaterin habe Marco in ihr Leben gebracht. Marco Förster war Seminarleiter. “Am ersten Tag trug ich ein enges T-Shirt mit der Aufschrift ‘Die Milch macht’s’ über meinen Brüsten und darüber eine zottelige Felljacke”, erinnert sich Jana kichernd.
“Er blökte mich an: ‘Schafe kommen hier nicht rein.’” Genau dieses scharfe Kontern beeindruckte die Blondine, die es gewohnt war, selbst Männern gegenüber den Ton anzugeben – und die das Gefühl hatte, dass sie nichts mehr überraschen kann.

Sie heirateten 2005 und arbeiteten bis vor kurzem auch gemeinsam in dem Finanzberatungsbüro, das Marco leitet.

Sie genieße es, dass ihr Mann ehrgeizig ist und gern die Dinge in die Hand nähme. Sie selbst bemüht sich um den emotionalen Ausgleich in der Beziehung. Ihre Kontakte in die Erotik-Szene seien weitgehend eingeschlafen. Nur mit einer anderen Stripperin telefoniert oder mailt sie sich noch ab und zu.

Ihrer Tochter wird sie zu gegebenem Zeitpunkt von ihrem früheren Job erzählen: “Ich bin sehr selbstbewusst und erziehe auch meine Tochter so”, sagt sie. “Sie wird dumme Sprüche kontern können, so wie ich es tue. Schließlich habe ich nichts zu verbergen.”

Mit den eigenen Eltern war es weit weniger entspannt. “Meine Mutter hat zwei Wochen lang nicht mit mir geredet – dabei wusste sie doch von meiner Arbeit und war sogar stolz darauf. Genauso wie mein Vater.” Die beiden seien früher einige Male bei ihren Auftritten dabei gewesen. Doch hätten sie wohl gedacht, vermutet Jana Förster, dass ihre Tochter “kein Sexleben hat”.

Sollte Layana später den Wunsch haben zu strippen, werde sie dies nicht verbieten. “Das wäre nicht clever”, sagt Jana Förster augenzwinkernd. Dann wird sie wieder ernst. Sie werde mit Layana ausführlich über die Vor- und Nachteile des Jobs reden. Und Regeln vereinbaren – “sehr strenge Regeln”.

Das nächste Buch der Jana Förster ist schon in Arbeit und es wird von anderen Menschen und deren erotischen Begegnungen handeln.

 



Rotlichtreport

Autor: Caroline
18. Februar 2011

“Sexarbeit wird anderen Berufen schrittweise ähnlicher”

Circa 400 000 Prostituierte gehen in Deutschland dem ältesten Gewerbe der Welt nach. Das berichtet der Berliner „Tagesspiegel“ und veröffentlicht Zahlen aus einer Berufssparte, über die man nicht oft öffentlich spricht.

Bis zu 150.000 Vollzeithuren gibt es schätzungsweise hierzulande, 250.000 weitere Frauen bieten Sex gegen Geld nur gelegentlich an. Nur wenige Huren bekommen mehr als 2000 Euro im Monat zusammen.

Durch den Zuzug aus Osteuropa hat sich das Verhältnis zwischen Freiern und Prostituierten zugunsten der Kunden entwickelt. Konnten vor 20 Jahren noch Huren die Preise vorgeben, ist der Konkurrenzdruck inzwischen so groß, dass sich Frauen vielerorts unterbieten, schreibt der Tagesspiegel.

Insgesamt 15 Euro in Münzen habe die 28-jährige Prostituierte verdient, als sie nach dem Sex mit einem älteren Mann aus dem Auto steigt und fröstelnd am Strich in der Berliner Kurfürstenstraße auf neue Kunden wartet.

Der Tagesspiegelreporter hat auch Maria S. aus Moldawien befragt und erfahren, dass sie ein paar Kilometer weiter in einem Großbordell 60 Euro pro Freier erhält, „30 behält sie, der Rest ist Miete für das rotlichtgeflutete Arbeitszimmer samt Kondomen. Auf einer Kommode in einem Hotel im Stadtzentrum liegen 1000 Euro in einem Umschlag. Katja L., tagsüber Studentin, steckt ihn ein und packt mitgebrachtes Sexspielzeug aus. Der Hotelgast öffnet Sekt.“

Strassenstrich ist nicht mehr „in“

Nur etwa 13 Prozent der Prostituierten arbeiten laut der Studie auf der Straße. Fast die Hälfte der 87 verbleibenden „Innen-Arbeitenden“ Prozent bedient in Bordells und Clubs mit mehr als drei Mitarbeitern.

Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, rechnet der „Bundesverband sexuelle Dienstleitungen e.V.“ damit, dass sich die Prostituierten immer mehr spezialisieren müssen.
Und dass die Zahl der Kunden mit Behinderung und in Altersheimen steigen wird.

Stephanie Klee ist seit 25 Jahren Hure, sie besucht Kunden in einer Seniorenresidenz und hat schon oft in Berliner Pflegeheimen Vorträge über „Sex im Alter“ gehalten.

„Anschaffen gehen“ ist in Deutschland seit 2002 nicht mehr strafbar. Sexarbeiterinnen können sich krankenversichern lassen, haben Anspruch auf Lohn, sie zahlen Steuern.

An der gesellschaftlichen Stigmatisierung hat das wenig geändert. Oft genug gilt, die Hure ist unmoralisch, der Freier ist es nicht. Geschätzt wird, dass nur ein Prozent der Huren als solche gemeldet sind.

Stephanie Klee ist dennoch vorsichtig optimistisch: „Sexarbeit wird anderen Berufen schrittweise ähnlicher“. Wie in anderen Wirtschaftszweigen gäbe es im Rotlichtmilieu einen Trend zu Spezialisierung.

Großbordelle wie das Artemis in Charlottenburg, locken neben Sauna und Pool auch mit einem Buffet. Andere Häuser setzen auf Rabatte: Sex für 70 Euro – sozusagen eine Flatrate für Sex.

Nachwuchssorgen sind in der Branche nicht bekannt

Keine Lust auf einen Bürojob, gescheiterte Karriere, Abenteuerlust oder das vermeintlich schnelle Geld locken Frauen immer wieder in den Job, der leichter aussieht als er ist. Kunden zu finden ist dank dem Internet sehr einfach geworden.

Historisch betrachtet gab es immer beides: Elends- und Edelprostitution, so der Tagesspiegel: „Neben angesehenen Hetären gab es im antiken Griechenland auch Hafenhuren, neben geschätzten Geishas in Asien wehrlose Zwangsprostituierte, neben bewanderten Kurtisanen in Europas Adelshäusern auch Massenbordelle für Soldaten.“

Künftig wird käuflicher Sex verstärkt von Menschen nachgefragt werden, die bisher wenig mit Prostitution zu tun hatten: Körperbehinderte, Alte.
Umkleidekabinen und Duschen für Rollstuhlfahrer sind zum Beispiel im Artemis ein neuer Service.

Noch verweigern Krankenkassen hilfsbedürftigen Zuzahlungen zu käuflichem Sex, aber es gibt im Versicherungsdeutsch bereits einen Begriff für derlei Dienstleistungen: „Sexualassistenz“.
Nicht nur ist das Angebot enorm, auch die Nachfrage steigt: Täglich nehmen 1,2 bis 1,5 Mio. Männer die Dienstleistungen von Prostituierten in Anspruch.

ES WERDEN MEHR MÄNNER

Waren 2005 noch 93 Prozent aller Prostituierten weiblich und nur rund vier Prozent männlich, hat sich die Zahl der Männer in dem Gewerbe auf etwa sieben Prozent erhöht. Einer Studie von „Amnesty für Women“ zufolge sind etwa 90 Prozent der Prostituierten Frauen und drei Prozent Transgender, also Menschen, die nicht den üblichen Geschlechterrollen entsprechen.



14. November 2010

Das BelAmi ist ein einzigartiger Nachtclub, wie sie ihn (in Deutschland) kein zweites Mal finden werden.

Nicht nur Helmut Newton widmet in der Männer Vogue Ausgabe vom März 1991 in der Erzählung seiner besuchten Lieblingsplätze 3 Seiten dem Bel Ami.
Genau 10 Jahre später im März 2001 beschreibt das Team des Playboy eine Nacht im Bel Ami , dem edelsten Club Deutschlands? (Zitat PLAYBOY)
Wandeln Sie auf den Spuren Ihrer namhaften Vorgänger und erleben den Zauber unseres einmaligen Etablissements.

Tauchen Sie ein in eine Welt, die Sie ein Stück vom Alltag entfliehen und Ihren Träumen näher kommen lässt?



Kamilla la Dee ist eine Adresse, bei der einfach alles stimmt. Von Außen ganz diskret, versteckt sich eines der edelsten Bordelle in einer bürgerlichen Wohngegend. Hier hat eine Perfektionistin Hand angelegt und alle Zimmer bis ins letzte Detail durchgeplant. Für 180 € kann man sich hier von einer Kurtisanin verwöhnen lassen.

im Harem

Kamilla La Dee